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Melatonin - Weitaus mehr als nur ein Schlafhormon

Melatonin – Weitaus mehr als nur ein Schlafhormon

In diesem Blogbeitrag geht es um Melatonin, das als Schlafhormon bekannt ist. Melatonin ist jedoch weitaus mehr als das, weshalb wir uns diesen Themen ausführlich widmen:

  • Störfaktoren des Melatonin-Stoffwechsels
  • Melatonin und Schlaf
  • Weitere Funktionen von Melatonin

Melatonin wird oft als Schlafhormon bezeichnet, da der Melatonin-Stoffwechsel eng mit unserem Schlafverhalten und auch Schlafstörungen verbunden ist. Melatonin wird überwiegend in der Zirbeldrüse (Epiphyse) unseres Gehirns gebildet. Der Hauptreiz für die Ausschüttung von Melatonin ist Dunkelheit. Je weniger Licht ins Auge fällt, desto mehr Melatonin wird in der Zirbeldrüse produziert. Aus diesem Grund steigt der Melatoninspiegel zum Abend hin stetig an um in der Nacht die höchste Konzentration im Blut zu erreichen und zum Morgen wieder abzufallen.

Unser Organismus benötigt Melatonin um gut ein- und durchzuschlafen. Veränderungen im Melatonin-Stoffwechsel können daher zu Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus und letztlich zu Schlafstörungen führen. Auf Dauer resultiert hieraus ein gefährliches Defizit an Regeneration und Erholung und es kann zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Störfaktoren des Melatoninstoffwechsels

Der Melatonin-Stoffwechsel zeigt eine zirkadiane Rhythmik. Die wichtigste Rolle spielt dabei das Licht. Ausreichendes natürliches Licht am Tag und wenig Licht bzw. Dunkelheit am Abend und in der Nacht sind wichtige Voraussetzungen für einen regelrechten Melatonin-Haushalt.

Vor allem künstliches blau-grünes Licht am Abend wie es von Bildschirmen abgegeben wird (Smartphone, Computerbildschirm, Fernseher) hemmt die Melatoninprodukton und kann dadurch den Schlaf negativ beeinflussen.

Weitere typische Störfaktoren sind Nacht- und Schichtarbeit und das Jet-Lag durch eine relevante Zeitumstellung, da hierdurch die „innere Uhr“ aus dem Takt gerät und eine Neusynchronisation der zirkadianen Rhythmik erforderlich wird. Darüber hinaus können toxische Substanzen (Drogen, Medikamente, Alkohol, Koffein) die Melatoninabgabe beeinflussen.

Die Leistung der Zirbeldrüse, und damit auch die Melatoninproduktion, nehmen zudem mit dem Alter physiologisch ab. Dies ist einer der Gründe, warum ältere Menschen oft weniger Schlaf benötigen und auch häufiger und Schlafstörungen leiden. Der Melatonin-Stoffwechsel zeigt eine zirkadiane Rhythmik. Die wichtigste Rolle spielt dabei das Licht.

Melatonin und Schlaf

Langfristig können Schlafstörungen daher zu erheblichen gesundheitlichen Problemen und Krankheiten führen, die zahlreiche Organsysteme betreffen. Störungen des Melatonin-Stoffwechsels und Schlafstörungen werden mit folgenden Krankheiten in Zusammenhang gebracht:

  • Herz-Kreislaufstörungen
  • Bluthochdruck
  • Hormonstörungen
  • Störungen des Immunssystems
  • psychischen Problemen wie
  • Burn-out-Symptomatik
  • oder dem Fatique-Syndrom

Der Schlaf ist die wichtigste Regenerationsmaßnahme unseres Körpers und für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit essenziell. Schlafstörungen können gesundheitliche und Krankheiten Probleme verursachen.

Weitere Funktionen von Melatonin

Melatonin hat jenseits seiner Bedeutung für erholsamen Schlaf und die zirkadiane Rhythmik zahlreiche weitere Funktionen:

  • Melatonin ist ein Anti-Oxidanz und schützt unsere Zellen vor Sauerstoff-Radikalen, die im Stoffwechsel anfallen und unser geneti- sches Material, die DNA schädigen können.
  • Gemeinsam mit anderen Wachstumshormonen wie das Somatropin unterstützt Melatonin Regenerations- und Wachstumsprozesse in unserem Organismus.
  • Wahrscheinlich erfüllt Melatonin noch viele andere wichtige Aufgaben in weiteren Organen, die bis heute noch nicht hinreichend untersucht sind.

 

Fazit

Melatonin ist ein überaus spannendes Hormon, das weit mehr als “nur” ein Schlafhormon ist. Im Zusammenhang mit gesundem Schlaf sorgt ein geregelter Melatonin-Stoffwechsel für die nötige Erholung in der Nacht. Licht spielt dabei eine essenzielle Rolle: Dunkelheit in der Nacht ist enorm wichtig für einen geregelten Melatonin-Haushalt. Vor allem das künstliche blau-grüne Licht von Bildschirmen ist dabei der größte Störfaktor. Es hemmt die Produktion von Melatonin und stört somit den gesunden Schlaf. Über seine Bedeutung für erholsamen Schlaf hinaus ist Melatonin wichtig für die zirkadiane Rhythmik sowie zahlreiche weitere Funktionen. Dazu gehören beispielsweise Regenerations- und Wachstumsprozesse im Körper.

 

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